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Ratgeber · Maße

Werkbank-Höhe berechnen: die richtige Arbeitshöhe für dich

Die richtige Höhe hängt von deiner Größe ab – und davon, was du an der Bank machst. Der Rechner gibt dir einen Richtwert in Millimetern, den du direkt im Werkbank-Planer einträgst.

Stand: · ca. 8 Min. Lesezeit

Rechner: Welche Arbeitshöhe passt zu dir?

Gib deine Körpergröße ein – oder genauer: deine gemessene Ellbogenhöhe. Dann wählst du, wofür du die Bank vor allem nutzt.

Ausgangswert
cm

Ohne Schuhe, z. B. 180.

Art der Arbeit
Beinlänge ausrechnen (optional)
mm

Startwert im Planer: 40 mm (19 mm MDF auf 21 mm Birke-Multiplex).

Füße

Empfohlene Arbeitshöhe 1035 Millimeter, gut nutzbar 1010 bis 1060 Millimeter.

Gut nutzbar etwa 1.010–1.060 mm.

So gerechnet: Ellbogenhöhe ca. 1.160 mm (geschätzt aus 180 cm Körpergröße + 2,5 cm Schuhe) − 125 mm für allgemeine Arbeiten.

Hinweis: Ab etwa 1.010 mm ist eine 800 mm tiefe Bank ein „hohes, schmales Gestell“ und braucht eine Aussteifung – der Planer setzt sie automatisch und zeigt, welche.

Im Planer steht dann 1035 mm unter Einstellungen › Basis › Maße › Arbeitshöhe – „Rückgängig“ nimmt es zurück.

Ein gespeichertes Projekt öffnet sich so, wie du es verlassen hast – nur die Arbeitshöhe ändert sich. Neu im Planer? Du startest mit einer Montagebank in dieser Höhe. Deine Körpergröße bleibt auf dieser Seite, in den Link kommt nur die Arbeitshöhe.

Richtwerte nach Faustregeln – dein Rücken hat das letzte Wort. Probier die Höhe vor dem Bau aus, zum Beispiel an einem Tisch, auf den du Platten legst, bis es passt.

Die Faustregel: Ellbogenhöhe statt fester Zahl

Eine Höhe, die für alle passt, gibt es nicht: Eine Bank, an der jemand mit 1,65 m bequem arbeitet, ist für jemanden mit 1,90 m deutlich zu niedrig. Ergonomie-Faustregeln gehen deshalb von deiner Ellbogenhöhe aus. Je nach Arbeit liegt die Platte etwas darunter oder darüber. So bleiben die Schultern locker und der Rücken gerade.

So misst du deine Ellbogenhöhe

  1. Zieh die Schuhe an, in denen du in der Werkstatt stehst.
  2. Stell dich aufrecht hin, lass den Oberarm locker hängen und winkle den Unterarm waagrecht an.
  3. Miss vom Boden bis zur Unterseite des Ellbogens – am einfachsten zu zweit.

Stehst du später auf einer Matte oder einem Holzrost, miss darauf – oder rechne ihre Dicke zur Bankhöhe dazu. Ohne Messung schätzt der Rechner die Ellbogenhöhe: 63 % der Körpergröße plus 2,5 cm für die Schuhe. Das ist ein Durchschnittswert. Je nach Körperbau liegt deine Ellbogenhöhe ein paar Zentimeter daneben – gemessen ist genauer.

Kräftige Arbeiten: Hobeln, Sägen, Stemmen

Wer mit Kraft arbeitet, braucht die Bank tiefer, denn so arbeitest du mit dem Körpergewicht statt nur mit den Armen. Ergonomie-Faustregeln setzen kräftige Arbeit deutlich unter die Ellbogenhöhe, je nach Quelle 15 bis 40 cm. Aus der Holzwerkstatt kommt eine handfeste Variante: Lass die Arme hängen – die Oberkante der Hobelbank liegt etwa auf Höhe deiner Handgelenke. Der Rechner nimmt dafür 25 cm unter der Ellbogenhöhe.

Allgemeine Arbeiten: Montage, Schrauben, Schleifen

Für das meiste, was an einer Werkbank passiert – zusammenbauen, schrauben, schleifen, bohren –, gilt die bekannteste Faustregel: 10 bis 15 cm unter der Ellbogenhöhe. Die Unterarme zeigen dann leicht nach unten, und die Schultern bleiben unten. Der Rechner nimmt die Mitte, 12,5 cm.

Feine Arbeiten: Schnitzen, Anreißen, Feinmontage

Bei feinen Arbeiten zählt das Sehen mehr als die Kraft. Hier darf die Fläche 5 bis 10 cm über der Ellbogenhöhe liegen, am besten mit aufgestützten Unterarmen. So sind die Augen näher dran und die Hände ruhiger. Der Rechner nimmt 7,5 cm darüber.

Faustregel
  • Kräftig: 15–40 cm unter Ellbogenhöhe – zum Hobeln etwa Handgelenkhöhe.
  • Allgemein: 10–15 cm unter Ellbogenhöhe.
  • Fein: 5–10 cm über Ellbogenhöhe, Unterarme aufgestützt.

Richtwerte nach Körpergröße

Die Tabelle zeigt, was der Rechner für typische Körpergrößen ausgibt. Die Ellbogenhöhe ist dabei geschätzt (63 % der Körpergröße plus 2,5 cm für Schuhe), alle Werte sind auf 5 mm gerundet. Liegst du zwischen zwei Zeilen, nimm die Mitte. Genauer wird es mit deiner gemessenen Ellbogenhöhe im Rechner.

Empfohlene Arbeitshöhe in mm (Faustregel)
Körpergröße Ellbogenhöhe (geschätzt) Kräftig (Hobeln) Allgemein (Montage) Fein
150 cm9707208451.045
160 cm1.0357859101.110
170 cm1.0958459701.170
180 cm1.1609101.0351.235
190 cm1.2209701.0951.295
200 cm1.2851.0351.1601.300*

* Begrenzt auf 1.300 mm, die höchste Arbeitshöhe im Werkbank-Planer. Ohne Grenze wären es 1.360 mm.

Was zur Arbeitshöhe zählt: Platte, Füße und Rollen

Die Arbeitshöhe wird vom Boden bis zur Oberkante der Arbeitsplatte gemessen, Füße oder Rollen sind eingerechnet. So rechnet auch der Werkbank-Planer. Die Plattendicke steckt ebenfalls darin. Für deinen Wert aus dem Rechner heißt das: Er bleibt gleich, egal ob die Bank auf festen Füßen, Stellfüßen oder Rollen steht. Was sich ändert, ist die Länge der Beine.

Arbeitshöhe 900 Platte 40 Bein 760 Rolle 100
Die Arbeitshöhe reicht vom Boden bis zur Oberkante der Platte. Rollen oder Füße und die Platte gehören dazu – die Beine sind entsprechend kürzer. Werte: Startwerte im Werkbank-Planer.

Ein Beispiel mit den Startwerten des Planers: 900 mm Arbeitshöhe und eine 40 mm starke Platte aus 19 mm MDF als austauschbarer Verschleißlage auf 21 mm Birke-Multiplex. Damit sind die Beine

  • 860 mm lang mit festen Füßen,
  • 810 mm mit 50 mm hohen Stellfüßen,
  • 760 mm mit Rollen von 100 mm Bauhöhe.

Die Bauhöhe einer Rolle – die Gesamthöhe inklusive Anschraubplatte – steht im Datenblatt des Herstellers. Sie ist nicht dasselbe wie der Raddurchmesser. Schraubst du Rollen unter eine fertige Bank, wird sie um genau diese Bauhöhe höher. Willst du die Höhe halten, kürzt du die Beine um denselben Betrag. Welche Rollen passen und wie du sie sicher befestigst, erklärt der Ratgeber Werkbank mit Rollen bauen.

Eine Werkbank für alles: so findest du den Kompromiss

Die meisten haben nur eine Werkbank und machen daran alles. Dann richtest du die Höhe nach der Arbeit, die du am häufigsten machst: für eine Montagebank meist „Allgemein“, für eine Hobelbank „Kräftig“. Dazu ein paar Faustregeln:

  • Große Werkstücke bringen ihre eigene Höhe mit. Wer oft Korpusse oder Möbel auf der Bank zusammenbaut, plant eher am unteren Ende des Bereichs – oder baut große Teile auf Böcken zusammen.
  • Für feine Arbeiten hebst du das Werkstück an, nicht die ganze Bank. Ein Bankaufsatz oder eine Doppelzange bringt es näher an die Augen.
  • Kleine Korrekturen schaffen Stellfüße. Der Planer startet mit 50 mm hohen Stellfüßen und 20 mm Verstellbereich; wie viel deine Füße wirklich hergeben, steht beim Hersteller.

Hohe Bänke brauchen Aussteifung

Je höher und schmaler das Gestell, desto eher kippelt es nach vorn und hinten. Ohne Aussteifung an den Stirnseiten meldet der Planer ein „hohes, schmales Gestell“, wenn die Arbeitshöhe mehr als das 1,4-Fache der Gestelltiefe beträgt – ein Richtwert. Bei einer 800 mm tiefen Bank mit 720 mm Gestelltiefe ist das ab etwa 1.010 mm der Fall. Streben oder Aussteifungsplatten an den Stirnseiten halten das Gestell im Winkel; eine Rückwand oder Streben an der Rückseite steifen nur längs aus. Steht eine Bank frei und ist mehr als doppelt so hoch wie tief, kann sie außerdem kippen – dagegen helfen keine Streben, sondern eine Wandbefestigung oder ein tieferes Gestell; der Planer weist darauf hin. Wichtig: ParaBuilder3D ist eine Planungshilfe – keine statische Berechnung.

Maschinenbank und Schubladenbank

An der Maschinenbank ist die Arbeitshöhe zugleich die Höhe des Sägetischs: Im Planer sitzt der Sägetisch standardmäßig bündig mit der Arbeitsplatte. Plane die Höhe also so, dass du an der Säge gut stehst.

An der Schubladenbank wächst das Schubladenmodul mit: Es reicht immer bis knapp unter die oberen Riegel. In der Vorlage ist es bei 900 mm Arbeitshöhe 553 mm hoch, bei 1.000 mm sind es 653 mm. Mehr dazu im Ratgeber Werkbank mit Schubladen.

So stellst du die Höhe im Planer ein

  1. Öffne den Werkbank-Planer. Neu dort? Du startest mit einer Montagebank in 900 mm Arbeitshöhe. Eine Vorlage ändert die Bauweise, nicht die Maße – deine Höhe bleibt beim Vorlagenwechsel erhalten.
  2. Trag die Arbeitshöhe ein: Einstellungen › Basis › Maße › Arbeitshöhe, von 500 bis 1300 mm in 5-mm-Schritten – oder nimm „Mit dieser Höhe planen“ im Rechner oben, dann steht sie schon drin. Direkt unter dem Feld rechnet „Welche Höhe passt zu mir?“ dieselbe Faustregel aus deiner Körpergröße. Über das Suchfeld „Einstellung suchen“ findest du die Arbeitshöhe auch unter „Körpergröße“.
  3. Beine, Stückliste und Zuschnitt rechnen sich mit. Die neue Beinlänge zeigt der Planer gleich in der Gruppe „Maße“.
  4. Füße wählen: Unter Basis › Füße stehen Feste Füße, Stellfüße, Rollen oder Rollen + Stellfüße zur Wahl. Die Arbeitshöhe bleibt, die Beine werden um die Höhe der Füße kürzer.

Oder starte direkt mit der Maschinenbank – auf Rollen mit Stellfüßen, mit Tischkreissäge und Frästisch. Die Vorlage beginnt mit 900 mm; trag danach deine Arbeitshöhe ein. Hier findest du alle sieben Vorlagen.

Hast du schon ein Projekt im Browser, fragt der Planer erst nach – es wird nichts überschrieben.

Fragen

Häufige Fragen zur Werkbank-Höhe

Wie hoch sollte eine Werkbank sein?

Das hängt von deiner Größe und von der Arbeit ab. Faustregel: für allgemeine Arbeiten 10 bis 15 cm unter deiner Ellbogenhöhe, zum Hobeln deutlich tiefer – etwa auf Höhe der Handgelenke –, für feine Arbeiten etwas über der Ellbogenhöhe. Bei 1,80 m Körpergröße ergibt das etwa 910 mm zum Hobeln und 1.035 mm für Montagearbeiten. Der Werkbank-Planer startet mit 900 mm.

Ist 900 mm eine gute Standardhöhe?

900 mm ist der Startwert im Werkbank-Planer – keine Norm und keine Empfehlung für jeden. Nach der Faustregel passt diese Höhe für allgemeine Arbeiten zu etwa 1,60 m Körpergröße und zum Hobeln zu knapp 1,80 m. Trag deshalb deine eigene Arbeitshöhe ein; Beine, Stückliste und Zuschnitt rechnen sich dann mit.

Wie messe ich meine Ellbogenhöhe?

Stell dich in deinen Werkstattschuhen aufrecht hin, lass den Oberarm locker hängen und winkle den Unterarm waagrecht an. Miss vom Boden bis zur Unterseite des Ellbogens. Ohne Messung schätzt der Rechner die Ellbogenhöhe als 63 % der Körpergröße plus etwa 2,5 cm für die Schuhe – eine Faustregel, die bei dir einige Zentimeter abweichen kann.

Zählen Rollen oder Füße zur Arbeitshöhe?

Ja. Die Arbeitshöhe gilt vom Boden bis zur Oberkante der Platte, Füße oder Rollen sind eingerechnet. Wählst du im Werkbank-Planer Rollen, bleibt die Arbeitshöhe gleich und die Beine werden um die Bauhöhe der Rollen kürzer: Bei 900 mm Arbeitshöhe, 40 mm Platte und 100 mm hohen Rollen sind sie 760 mm lang.

Welche Höhe ist zum Hobeln richtig?

Zum Hobeln mit der Hand darf die Bank niedriger sein, damit du dein Körpergewicht einsetzen kannst. Eine bewährte Faustregel aus der Holzwerkstatt: Die Oberkante der Platte liegt etwa auf Höhe der Handgelenke, wenn die Arme locker hängen – ungefähr 25 cm unter der Ellbogenhöhe.

Kann ich die Höhe später noch ändern?

Im Planer jederzeit: Unter Einstellungen › Basis › Maße änderst du die Arbeitshöhe, und Beine, Stückliste und Zuschnitt rechnen sich neu. An der fertigen Bank gleichen Stellfüße ein wenig aus (Verstellbereich laut Hersteller); für mehr kürzt du die Beine oder setzt für feine Arbeiten einen Bankaufsatz auf.

Was muss ich bei einer hohen Werkbank beachten?

Je höher und schmaler das Gestell, desto eher kippelt es nach vorn und hinten. Ohne Aussteifung an den Stirnseiten meldet der Planer ein „hohes, schmales Gestell“, wenn die Arbeitshöhe mehr als das 1,4-Fache der Gestelltiefe beträgt – bei einer 800 mm tiefen Bank etwa ab 1.010 mm. Streben oder Aussteifungsplatten an den Stirnseiten halten das Gestell im Winkel; eine Rückwand oder Streben an der Rückseite helfen dagegen nicht.

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